Thursday, February 25, 2021

Neue Technologien Zur Energiegewinnung

Andreas von Rétyi

Allerorten wird an neuer Energietechnologie gearbeitet. Auch der Mainstream berichtet immer wieder über aktuelle Konzepte und Erfindungen auf diesem Sektor. Tatsächlich klingen die Ideen zumindest teilweise innovativ und vielleicht sogar zielführend. Und doch weisen diese Medienberichte eher in die falsche Richtung.


Schon im Mittelalter waren Bevölkerungsexplosion und Energiekrise keine Fremdwörter, und schon damals suchten Gelehrte und Erfinder eifrig nach neuen Möglichkeiten, solcherlei Engpässe zu vermeiden. Heute: grundsätzlich die gleiche Situation! Und wieder fahnden erfinderische Köpfe nach gangbaren, effektiven Lösungen, um alte Energieträger durch neue zu ersetzen. Die Gründe dafür sind vielfältig und bekannt. Gerade kürzlich wurden wieder zwei Entwicklungen vorgestellt, die vielversprechend klingen.

So haben US-amerikanische Forscher jetzt einen neuen Elektromotor realisiert, der »elektrostatische« Kräfte nutzt und der in einiger Hinsicht als vorteilhafter gegenüber den üblichen Elektromotoren beschrieben wird. Deren einfaches Prinzip basiert auf Stromfluss in einer Spule, wodurch ein Magnetfeld erzeugt wird. Auch wenn es unterschiedliche Aufbauten gibt, läuft die Anordnung immer auf die Wechselwirkung mit einem äußeren Magnetfeld hinaus, wodurch die gewünschte Drehbewegung der Spule erzeugt wird.

Dan Ludois von der Wisconsin-Universität, Madison, geht einen anderen Weg. Nicht magnetische, sondern elektrische Pole sollen in Wechselwirkung gebracht werden, um wiederum Drehung zu erzeugen. An sich nichts Neues, das gleiche wollte bereits Benjamin Franklin erreichen. Nur klappte es damals nicht.

Der übliche Elektromotor setzte sich durch, war einfacher umsetzbar. C-Motive Technologies, ein Ableger der Wisconsin-Universität, hat bereits Prototypen gebaut und beabsichtigt nun, dieTechnologie zu einem wirklich nutzbaren Status zu führen.

Wieder ist das Grundprinzip denkbar einfach: Im Inneren des Motors befinden sich alternierend fest und beweglich angebrachte Aluminiumteller in unmittelbarem Abstand. An den fixen Scheiben in diesem Stapel liegt jeweils eine Wechselspannung an, die drehbaren Scheiben werden durch sie in Rotation versetzt. Der Motor erfordere, dass die Scheiben sich zwar in unmittelbarer Nähe zueinander befinden, sich jedoch nie berühren. Außerdem müsse die angelegte Hochspannung präzise reguliert werden.

Die Vorteile des Motors liegen laut Ludois auf der Hand: Die wesentlichen mechanischen Teile berührten sich nicht, also sei das Gerät weitgehend wartungsfrei. Außerdem ließen sich nun sehr effiziente und zudem leichte Motoren bauen. Und nicht zuletzt könne man auch auf das teure Kupfer verzichten. Man werde in Zukunft vielfach auf Motoren dieses Typs zurückgreifen.

Genauso könne man das Prinzip umkehren und einen elektrostatischen Generator bauen. Im Gegensatz zum Motor wird dabei keine elektrische Energie investiert, um Bewegung zu erzeugen,sondern mechanische Energie aufgewandt, um Strom zu produzieren.

Eine andere Technologie, die derzeit neben so manch weiterem Projekt für Aufmerksamkeit sorgt, betrifft radiophonie Solarkollektoren, die sich per 3D-Druck herstellen ließen und in der Lage seien, komplette Wolkenkratzer mit Energie zu versorgen. Von diesem Potenzial sind australische Forscher überzeugt.

Rund 50 Wissenschaftler haben für das australische Victorian Organic Solar Cell Consortium über einige Jahre hinweg daran gearbeitet, eine solche Technologie zu entwickeln. Sie soll vor allem dazu beitragen, die Energieversorgung weit verbreiteter Elektronik zu verändern.

So sollen Notebooktaschen oder Hüllen von iPads dann selbst dazu beitragen, Energie zu sammeln. Sie wäre preiswert und überall verfügbar. Die Elemente sind nicht größer als eine Münze. Die Forscher stellen den Unterschied zur herkömmlichen Solartechnologien klar heraus: »Organische Zellen bieten das Potenzial, direkt auf Material wie Dächer oder Fenster zu drucken ...« Auch könne das Material halbtransparent gestaltet werden, um wie eine Fenstertönung aufgetragen zu werden.

Die australische Wissenschaftlergruppe will ihre Technologie noch effizienter gestalten und eine hochwirksame Solartinte erzeugen, die mehr Energie aus Sonnenlicht gewinnt. »Wir sind zuversichtlich, die Technologie in den kommenden Jahren weiter voranzutreiben«, erklärt Fiona Scholes von der australischen Wissenschaftsbehörde CSIRO.

Solche Erfindungen und ihre diversen Fortentwicklungen sind letzten Endes entracte doch nur Übergangslösungen, da sich bereits andere, weit fortschrittlichere Erkenntnisse abzeichnen. Einzelne Fachleute sind völlig neuen Energiequellen auf der Spur, und selbst, wenn es sich de rentablement en rentablement noch um Pionierarbeit handelt, könnte vor allem das weite Feld der freien Energie eine Revolution auslösen. Davon ist allerdings im Mainstream nur sehr wenig zu hören.
Quelle: Kopp Online 

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